Welfen-Winter-Retro-Rallye 2026

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Text von Ralf Glöckner-Goldmann zur Welfen-Winter-Retrorallye
Wenn die Tage wieder länger werden und die ersten Schneeglöckchen sich zeigen, war es wie jedes Jahr an der Zeit, die Welfen-Winter-Retro Rallyes in Oschersleben zu bestreiten. Die Wetteraussichten sahen Kälte und Regen voraus, so dass die Natur für interessante Verhältnisse auf der Rennstrecke sorgte. Die Organisation war wieder perfekt und so ging es bei Minusgraden am Freitag in die erste Runde mit unserem BMW. Diesmal fuhren wir nicht in der gewohnten Besetzung, sondern ein sehr guter Freund wollte die erste Rallyeerfahrung machen. Dafür eignet sich Oschersleben ganz gut, denn man kann hier auch ohne Aufschrieb genügend Spaß erfahren.

Das Auto lief perfekt, nur die Semi-Slicks wollten am Freitag nicht so richtig warm werden. Beim Anbremsen der 180 Grad Kehre in der 2. Prüfung zeigte sich dann auch die mangelnde Haftung mit rasanten weissen Wolken. Nur gut, dass es trotzdem noch genug Reserve gab und man war ab jetzt vorgewarnt. Insofern ging es nun vorsichtiger über die vielen Kurven und zwischen den Reifen und Betonelementen hindurch.

Obwohl der Wetterbericht für Samstag nichts Gutes verhiess, wurde es immer trockner und zwischen den Läufen liess sich auch kurz die Sonne blicken. Mit 2 geborgten zusätzlichen Reifen im Kofferraum war auch die Balance des Autos besser und der Spass wurde größer. Im Rennen im Dunklen zeigte sich aber, dass ohne zusätzliche Beleuchtung am Fahrzeug man sich eher vortastete als wirklich schnell fuhr. Die Entscheidung ohne Lampenbaum anzureisen war jetzt nicht die Beste meines Lebens, aber auch jetzt ging es im mittlerweile geübten Miteinander im Cockpit ruhig zu und wir suchten uns entweder einen gut beleuchteten Vorausfahrer oder es ging manches Mal blind in die nächste Kurve. Die Basis bildete ein kleiner Aufschrieb und das fotografischen Gedächtnis des Co. und wir konnten die spezielle Art eines Nachtrennens geniessen.

2 Ausfälle des Tripmasters und das komplett ungeübte Zusammenspiel der Besatzung bei den Lichtschranken sorgten für nicht so gute einzelne Platzierungen in den Läufen, aber für das erste Mal hat sich mein Co sehr gut geschlagen.

Bei der Siegerehrung am Samstag war es für meine Frau, die alles im Hintergrund organisierte und uns in vielen Dingen am Wochenende half, und mich soweit, dass wir den emotionalen Moment der Ehrung für die Sieger der Bernd Lutz Trophy nicht ohne einige Tränen im Auge überstehen konnten. Die schönen Stunden im letzten Jahr an gleicher Stelle mit Bernd in der Box oder als Helfer im Fahrerlager sind unsere Erinnerung an unseren Badenser Wirbelwind genauso wie der errungene Pokal, der nun einen Ehrenplatz in unserem Wohnzimmer bekommen hat.

Wer weiss, vielleicht versuchen wir es nächstes Jahr auch einmal mit ausreichend Licht am Auto. Bis dahin verbleibt nur der Dank an die Organisatoren und vielen Helfer an der Strecke, ohne die wir nicht so eine schöne Veranstaltung hätten fahren können.

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